Manche mögen’s steil. Andere mögen’s steiler. Sie fahren zum Geisskopf in Bischofsmais im Bayerischen Wald. In den weltweit ersten und größten Mountainbikepark Deutschlands, den Bikepark Geisskopf. Und dort geht’s abwärts. Downhill auf schmalen Trails, über Absätze, Unebenheiten und Sprunghügel: das richtige Terrain für Bikeakrobaten. Aber der Bikepark kann auch anders. Nicht ganz so schwer, nicht ganz so schnell. Dafür gibt es Trainings- und Kinderparcours. Strecken und Angebote für jeden Anspruch, jedes Leistungsvermögen, jedes Alter: Der Bikepark spiegelt das wider, was ganz Ostbayern „radltechnisch“ auszeichnet. Von den Höhen und Tiefen des Bayerischen und Oberpfälzer Waldes bis hin zu den Niederungen der Flusstäler und Bachläufe findet hier jeder Urlauber, der auf zwei Reifen setzt, die für ihn geeigneten Strecken.
Genussradler nehmen sich Zeit, wollen Spaß haben. Sie fahren auf gemütlichen Wegen, die für die ganze Familie geeignet sind. Bei den Flischbacher Bauern sind Genussradler richtig. Denn die bieten alles, was Radler brauchen. Vom Radverleih, auch für Kinder, Kartenmaterial und Reparaturmöglichkeiten bis hin zu geführten Radwanderungen, bei denen Natur- und Landschaftsführerin Resi Wutz die Schätze ihrer Heimat vorzeigt. Zurück am Hof, geht die Entdeckungstour weiter. Hühner, Schweine, Kühe, Katzen und Ponys: Das liebe Vieh ist ausgesprochen gastfreundlich und lässt sich von Kindern gerne streicheln. Zuweilen lädt der Bauer auch zu einer Traktor-Partie ein, die Bäuerin serviert ihre selbstgebackenen Köstlichkeiten im Kaffeestüberl. Bei alledem sind „Radlspaß und Bauernschmaus“ nicht teuer. Sieben Tage in einer Ferienwohnung für vier Personen inklusive vier Tage Fahrradverleih und eine Radwanderkarte bieten die Drei-Sterne-Bauernhöfe in Flischbach schon ab 270 Euro an.
Zur Spezies der Genussradler zählen neben den Sternfahrern, die sich für ihre Touren einen festen Ausgangspunkt suchen, aber auch die zielorientierten Fernradfahrer. Sie trifft man bevorzugt entlang der Donau. Die meisten Radfahrer sind flussabwärts unterwegs, obwohl der sie begleitende Radweg keine Einbahnstraße ist. Der Donau-Radweg ist ein Klassiker. Gerade der ostbayerische Abschnitt mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten wie Walhalla, einigen Asamkirchen, Klöstern und historischen Städten wird gerne befahren.
Doch nicht jeder folgt gerne ausgetreten Radler-Pfaden und nicht jeder radelt mit dem Strom.
Der Abenteuer- und Entdeckertyp nutzt den Tritt in die Pedale deshalb oft zum Überschreiten von Grenzen - beispielsweise auf dem Bayerisch-Böhmischen Freundschaftsweg, bei der Drei-Länder-Radtour durch Ostbayern, den Böhmerwald und das österreichische Mühlviertel oder auf dem Radfernweg Bayern-Böhmen. Dieser führt vom Südhang des Fichtelgebirges durch den Steinwald und das Waldnaabtal bis zur tschechischen Grenze weiter in Richtung Marienbad, sodann bei Mähring zurück in die Oberpfalz und über das Sibyllenbad wieder zum Ausgangsort.
Grenzen überwinden können Radler, die nach neuen Aus- und Einsichten streben, jetzt aber auch auf neuem Terrain: Seit Ende Juli macht der Donau-Ilz-Radweg den Weg ins Dreiländereck frei. Von Niederalteich im Landkreis Deggendorf führt er auf einer stillgelegten Bahnstrecke über Eging am See, Fürstenstein und Tittling nach Kalteneck im Ilztal auf 42 Kilometern. Im Ilztal besteht dann weiterhin eine Anbindung an den Adalbert-Stifter-Radweg. „Der Donau-Ilz-Radweg ist eine landschaftlich reizvolle Alternative zum Donau-Radweg“, betonten die Verantwortlichen bei der offiziellen Eröffnung am 22. Juli 2006. Dank nur geringer Höhenunterschiede eignet sich die Strecke auch für Familien- oder Seniorenradler, zudem bieten sich mit Attraktionen wie dem Museumsdorf Bayerischer Wald oder der Westernstadt Pullman City unterwegs Gelegenheiten zum Rasten und Verweilen.
Eine besonders familienfreundliche Tour bietet der Bocklradweg, der auf der alten Bahntrasse von Neustadt an der Waldnaab bis Eslarn führt. 50 Kilometer hin und an Samstagen, Sonn- und Feiertagen bis 03. Oktober mit dem Bocklweg-Shuttlebus zurück: so bleibt die Tour auch für Kinder immer spannend. Sportliche Radfahrer haben über den Grenzübergang Tillyschanz Anschluss an das Radwegenetz der Tschechischen Republik oder gelangen über den Grünen-Dach-Radweg bis Furth im Wald, den Leuchtenberg-Radweg durch Naab und Waldnaabtal wieder zurück nach Neustadt.
Informationen
Radlspaß und Bauernschmauß:
Tourismusgemeinschaft Waldmünchner-Urlaubsland e.V., Marktplatz 16, 93449 Waldmünchen, Tel. 09972/30725, Fax: 30740, tourist@waldmuenchen.de, www.waldmuenchen.de.
Donu-Ilz-Radweg:
Landkreis Deggendorf, Tel. 0991/3100-231, Fax: -237, www.landkreis-deggendorf.de, und Landkreis Passau, Tel. 0851/397-600, Fax: -488, www.passauer-land.de.
Bocklradweg:
Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald, Landkreis Neustadt a.d.Waldnaab, Stadtplatz 34, 92660 Neustadt a.d.Waldnaab, Tel. 09602/79-105, www.neustadt.de und www.bocklweg.de
Informationen über Radeln in Ostbayern, kostenlose Radwegeübersicht:
Tourismusverband Ostbayern, Luitpoldplatz 20, 93047 Regensburg, Tel. 0941/58539-0, Fax: 58539-39, info@ostbayern-tourismus.de, www.ostbayern-tourismus.de